transgeniale f_antifa?

Antifa, weil Nazis und die Zustände, die ihre Ideologie möglich machen noch immer abgeschafft gehören.
F_, weil Feminismus nicht nur heißt, das Patriarchat kaputtzumachen, sondern auch andere Herrschaftsverhältnisse mitzudenken und zu sabotieren.
Transgenial, weil immer noch viel zu viele Leute glauben, es gäbe nur zwei Geschlechter und wir diese Behauptung wegglitzern werden.

WER WIR SIND

Die transgeniale f_antifa besteht aus mehreren unterschiedlich positionierten Menschen aus Berlin. Wir organisieren uns seperatistisch ohne Cismänner. Alle von uns sind weiss, queer und von (Cis-) Sexismus betroffen. Viele von uns sind trans und einige von Ableismus betroffen. Wir kommen aus nichtakademischen Mittelschichts- und Arbeiter_innenfamilien und erfahren auf verschiedene Arten Klassismus. Manche von uns haben einen akademischen Bildungshintergrund.

Besonders wichtig ist uns ein intersektionaler Ansatz, bei dem die Zusammenwirkung von verschiedenen Diskriminierungsformen beachtet wird, besonders in Bezug auf unsere Kritik an Feminismus und Antifa. Wir sind unzufrieden mit der fehlenden Auseinandersetzung in vermeintlich radikalen Zusammenhängen zu Themen wie Cissexismus, Ableismus, Antisemitismus und Rassismus, unter anderem die anhaltende Cultural Appropriation unter weissen Leuten in der linken Szene. Dabei ist uns bezüglich Rassismus unsere privilegierte Position bewusst, weswegen wir selbstkritisch gegen Rassismus in den eigenen Zusammenhängen arbeiten wollen.

WAS WIR MACHEN

Bisher haben wir vor allem Texte und Broschüren veröffentlicht, sowie Workshops und Vorträge gehalten und uns in feministischen und antifaschistischen Bündnissen organisiert.

Unsere Broschüre »Mädchen, Junge, Pony … oder alles was du willst« war unsere erste Veröffentlichung und findet immer noch nach über zwei Jahren großen Anklang.

Unser am häufigsten angefragter Vortrag »Vom Ghetto in die Wälder« über jüdischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus fand vor allem im Frühjahr 2015 zum 70. Jahrestag der Befreiung großen Anklang und wurde bisher von mehreren hundert Menschen besucht.

Mit unserem Vortrag »Zurückschlagen, kaputtmachen, wegglitzern« haben wir dazu beigetragen, die Auseinandersetzung über Feminismus in antifaschistischen Zusammenhängen neu anzukurbeln. Gleichzeitig versuchen wir, feministische Kontexte inklusiver zu gestalten, zum Beispiel durch Interventionen zu Cissexismus, vor allem durch unseren Workshop zu Transmisogynie in feministischen Räumen.

Zudem beteiligen wir uns aktiv an Bündnissen zu Erinnerungsarbeit in Bezug auf den Nationalsozialismus, sowie zum klassischen feministischen Kampf für körperliche Selbstbestimmung.

WAS WIR WOLLEN

Wir wollen Räume schaffen, die für möglichst viele Menschen zugänglich sind. In Berlin ist die queerfeministische Szene vor allem durch Party, Sex und Drogen geprägt. Als Gegenstück dazu veranstalten wir den rauchfreien Queer Edge Tresen ohne Alkohol und andere Drogen mit wechselndem Programm.

Auch in Zukunft wollen wir durch unsere Arbeit dazu beitragen, dass feministische und antifaschistische Zusammenhänge inklusiver werden und verschiedenste Diskriminierungsformen zusammengedacht und bekämpft werden. Dabei spielen Vernetzung, Austausch und Selbstkritik für uns eine wichtige Rolle.