Wir haben uns mit einem Vortrag und einem Stand am Zinefest 2013 beteiligt. Hier gibt es dazu ein kurzes Interview.

Wie heisst du, woher kommst du und wie heisst dein Zine oder Distro?
Wir sind die trans*geniale f_antifa aus Berlin. Wir sind eine queer-feministische, antifaschistische Gruppe und beschäftigen uns auch viel mit trans*gender issues. Uns sind aber auch andere Themen wichtig, zum Beispiel Asexualität und Sober Spaces (drogenfreie Räume). Wir beschäftigen uns zudem mit jüdischem Widerstand gegen den Nationalsozialismus.

Worum geht es in deinen Zines?
Eines unserer Zines heißt »›Ich bin nie aus Auschwitz befreit worden.‹ Perspektiven Jüdischer Partisaninnen zum Tag der Befreiung«. Der 8. Mai wird ja auch in Berlin als Tag der Befreiung gefeiert. Das finden wir gut. Wir wollen aber auch daran erinnern, dass am 8. Mai 1945 leider nicht alle von den Nazis Verfolgten etwas zu feiern hatten. Denn die Jüdinnen_Juden, die den Krieg und die Shoah überlebt hatten, waren oft die einzigen aus ihren Familien, die überlebten. In unserem Zine »Mädchen? Junge? Pony?« versuchen wir, Fragen rund um das Thema Trans*geschlechtlichkeit zu beantworten. Wir haben versucht, möglichst einfach zu schreiben, damit viele Menschen verstehen, was wir zu sagen haben. Das Zine richtet sich also auch an Menschen, die sich noch nicht mit Feminismus und Queer beschäftigt haben.

Was bedeuten deine Zines für dich?
Diese Zines zu machen ist ein wichtiger Teil unserer Gruppenarbeit. Denn das gemeinsame Schreiben der Texte ist sehr empowernd und wir können dabei viel voneinander lernen, weil wir alle verschiedene Standpunkte und Hintergründe haben. Außerdem hoffen wir, mit den Zines Menschen für Themen sensibilisieren und hoffentlich zum Nachdenken anregen zu können.

Wie lange machst du schon Zines?
Zusammen machen wir seit etwa Juli 2013 Zines. Einige von uns machen aber schon seit mehreren Jahren eigene (persönliche) Zines.

An welchen Zineprojekten arbeitest du gerade?
Wir arbeiten gerade an der Übersetzung unserer deutschsprachigen Zines ins Englische. Wir planen auch andere Zines, zum Beispiel zur Kritik an trans*feindlichen Tendenzen in feministischen Bewegungen.

Gibt es Ideen oder Projekte, für deren Umsetzung du noch Hilfe brauchst und wegen welcher sich Menschen bei dir melden sollen? (zum Beispiel zum Besteuern von Beiträgen für ein Zine, zum Organisieren von Zine-Events oder wegen spezieller Dinge, die ihr sucht o.ä.)
Wir freuen uns immer über Leute, die unsere Zines verteilen und verbreiten. Ihr könnt die Zines auch gerne selbst vervielfältigen.

Was möchtest du sonst mit den ZFB-Zinesters teilen?
Wir würden uns freuen, wenn Ihr zu unserem Vortrag über jüdischen Widerstand gegen Nationalsozialismus und deutsche Besatzung kommt. Wir freuen uns sehr auf das Zinefest und auf Euch alle.

Wie erreicht man dich am Besten?
Wir sind per E-Mail unter transgenialefantifa[ät]riseup.net zu erreichen. Außerdem haben wir eine Internetseite, auf der unsere Zines heruntergeladen werden können: transgenialefantifa.blogsport.de

Quelle: zinefestberlin.com