Archiv für Oktober 2013

Kampagne für eine dritte Option

Stellungnahme zur Änderung des §22 PStG

Weitere Informationen auf www.dritte-option.de

Falt-Blatt: Was ist die Gender-Queer-Fahne?

Diesen Text gibt es auch als Falt-Blatt.
Das kann mensch hier herunterladen:
Falt-Blatt herunterladen

Text in Leichter Sprache

Wir sind eine Gruppe von Menschen.
Wir nennen uns transgeniale f_antifa.

Wir möchten Euch etwas sagen.
Aber wir können Leichte Sprache nicht so gut.
Hoffentlich verstehen alle diesen Text.
(mehr…)

Zine: Girl? Boy? Pony?

Girl? Boy? Pony?
A zine about trans and gender (not only) for young people

24 pages

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Self-Conception

We translated our self-conception into english. You can download it as pdf or read it online.

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Selbstverständnis – 2. Auflage

Die 2. Auflage unseres Selbstverständnisses ist fertig. Ihr könnt es hier als pdf-Datei herunterladen. Neben einigen kleineren Änderungen haben wir zwei neue Abschnitte ergänzt.

Volume is Power. Gegen Fat Shaming
In dieser Gesellschaft gelten so genannte ›dünne‹ Körper als schön und begehrenswert. Menschen, die dieser Norm nicht entsprechen und als ›dick_fett‹ eingeordnet werden, sind deshalb von Diskriminierung betroffen. Dafür benutzen wir den Begriff ›Fat Shaming‹, weil Scham hierbei eine zentrale Rolle spielt. Denn dicken_fetten Menschen wird ständig eingeredet, sie müssten sich für ihren Körper schämen. Oft merken dünne Menschen gar nicht, welche Privilegien sie haben aufgrund der Tatsache, dass sie als ›dünn‹ gelten. Diese Privilegien zu hinterfragen und eine Debatte darüber anzustoßen, ist uns sehr wichtig. Uns geht es aber auch und vor allem darum, infrage zu stellen, dass dick_fett sein als Makel und Problem gilt. Außerdem finden wir es falsch, dass dick_fett sein häufig mit Krankheit assoziert wird. Das Problem sind nicht unsere dicken_fetten Körper, sondern die gesellschaftliche Norm, die dünn sein als Ideal darstellt. Dies passiert leider auch in der Radikalen Linken und der Queer-Szene. Auf Postern, Flyern oder Transparenten sind dicke_fette Personen so gut wie nicht präsent. Deshalb ist es uns wichtig, uns als dicke_fette Menschen selbst zu ermächtigen und zu zeigen, dass wir da sind. Denn: Volume is Power!

Aussehen und Schönheitsnormen
Schönheitsideale sorgen dafür, eine Norm zu schaffen, wie Menschen in unserer Gesellschaft aussehen sollen: Männer* sollen so_ aussehen und Frauen* so_. Dies wissen häufig Kinder bereits ganz genau. Denn in Schönheitsidealen stecken Erwartungen an unser Aussehen, die wir von klein auf erlernen. Sie legen fest, wie Körper, Kleidung und Verhalten von Frauen* und Männer* in unserer Gesellschaft sein sollen. Dies wiederum beeinflusst uns häufig unbewusst darin, wie wir auch tatsächlich sein wollen. Menschen aber, die keinen Norm-Körper, keine Norm-Kleidung und kein Norm-Rollenverhalten haben wollen und/oder können, erfahren oft Ungleichbehandlung, Ausgrenzung und Gewalt. Menschen, die dagegen Schönheitsidealen entsprechen, haben häufig Vorteile, erfahren Anerkennung, Bevorzugung. Wir als F_antifas lehnen den Zwang ab, so_ und so_ aussehen zu sollen, so_ und so_ eine Rolle erfüllen zu müssen! Denn dieser Zwang legt unsere Geschlechtsidentitäten fest und sorgt dafür, dass Menschen nur oberflächlich betrachtet werden. Wir aber möchten unsere eigenen Schönheits- und Identitäts-konzepte haben und dafür kämpfen, dass Menschen unterschiedlich sein dürfen und können. Menschen sind mutig, wenn sie sich nach neuen, selbst-angeeigneten Schönheitsidealen richten und damit abseits von einer gesellschaftlichen Norm ihre eigene Identitätspolitik machen. Viele dieser Menschen kommen in Schutzräumen, queeren Räumen zusammen. Wir beobachten allerdings, dass auch dort Menschen wegen ihres Aussehens, Körpers oder Kleidung ausgeschlossen werden oder unsichtbar bleiben. Denn auch in diesen Räumen können ›neu-gemachte‹ Schön-heitsnormen des Aussehen, Körpers und Kleidung herrschen, die Menschen bevorzugen oder ausgrenzen. Auch hier werden Menschen in Schubladen gesteckt. Dies ist um so trauriger, wenn wir uns bewusst machen, dass wir alle Menschen sind, die sich aufgrund der Gewalt und Ausgrenzung in der Gesellschaft neue Räume schaffen wollen, in welchen wir in unserem Aussehen und Körper so verschieden sein können wie wir wollen. Dennoch können nicht alle Menschen gleichermaßen Identitätspolitik über Körperpolitik machen, selbst wenn sie es wollten! Außerdem gibt es für Queerness nicht nur ein einziges Identitätskonzept! Wenn Menschen verschieden sein sollen dürfen, dann muss es unendlich viele Identitätskonzepte geben! Queer ist für uns also nicht (nur) ein Haarschnitt, ein Kleidungsstil oder Glitzer. All dies ist oberflächlich. Queer ist für uns, wie Menschen leben, sich verhalten, sich selbst definieren und ihre sozialen Beziehungen gestalten! Diese Sachen können wir jedoch auf den ersten Blick nicht sehen. Das Aussehen von Menschen ist also relativ und der Zwang Aussehen und Körper einer Norm anpassen zu müssen, ist Gewalt! F_antifa sein bedeutet für uns deswegen: Fight Lookism!

Zinefest Berlin

zinefest

*** english version below ***

Am 26./27. Oktober 2013 findet wieder das Zinfest Berlin statt. Wir werden dort mit einem Stand vertreten sein, an dem Ihr unsere Broschüren sowie Buttons bekommen könnt.

Am Samstag, 26. Oktober wird es dort einen Workshop von uns geben:

Vom Ghetto in die Wälder
Jüdischer Widerstand gegen Nationalsozialismus und deutsche Besatzung

Bei dem Workshop wollen wir einen Überblick vermitteln über Jüdischen Widerstand gegen Nationalsozialismus und deutsche Besatzung. Dabei wird es vor allem um Orte gehen, die im heutigen Polen und Litauen liegen, weil sich dort die meisten Ghettos und Vernichtungslager befanden. Wir wollen etwas über die Kämpfe in den Ghettos von Vilnius, Białystok und Warschau erzählen, sowie an den erfolgreichen Aufstand im Vernichtungslager Sobibór erinnern. Außerdem wird es um den Kampf der Partisan_innen in den Wäldern gehen. Wir werden unsere Erzählungen mit kurzen Filmausschnitten und Liedern der Partisan_innen ergänzen. Der Workshop ist auch interaktiv gedacht, sodass es Raum für Austausch unter den Teilnehmer_innen geben wird. Anschließend ist noch Zeit für Diskussion. Der Vortrag findet in deutscher Lautsprache statt. Wir bemühen uns um eine Übersetzung ins Englische. Der Workshop wird circa 60 bis 90 Minuten dauern.

Die Räume sind rauchfrei und mit dem Rollstuhl über einen Aufzug erreichbar. Wir freuen uns Euch dort zu sehen.

Samstag, 26. Oktober 2013 | 16:30 Uhr
SfE | Mehringhof | Gneisenaustraße 2a | 10961 Berlin
U6/U7 Mehringdamm (mit Aufzug)

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On October 26/27, 2013 the Zinfest Berlin will take place again. We will have a table there where you can get our zines and buttons.

On saturday October 26 we will give a workshop there:

From the ghetto into the forests
Jewish resistance against national socialism and german occupation

In the workshop we want to give an overview about Jewish resistance against national socialism and german occupation. We will especially talk about places in present Poland and Lithuania, because most of the ghettos and extermination camps were located there. We want to tell you something about the struggles in the ghettos of Vilnius, Białystok and Warsaw and remember the uprising in the extermination camp Sobibór. We will also say something about the partisan fights in the forests. We will complete our talk with short film clips and partisan songs. The workshop will also be interactive so there will be space for interchange among the participants. Afterwards we‘ve got time for discussion. The talk will be in german spoken language. We try to have a translation into english. The workshop will take 60 to 90 minutes.

The rooms are smoke-free and wheelchair accessible with an elevator.We will be happy to see you there.

Saturday, October 26, 2013 | 4:30 pm
SfE | Mehringhof | Gneisenaustraße 2a | 10961 Berlin
U6/U7 Mehringdamm (with elevator)