Rede zum Thema Transpersonen und sexualisierte Gewalt

Da wir das Thema sehr wichtig finden und die Inhalte unterstützen, veröffentlichen wir hier eine Rede zum Thema Transpersonen und sexualisierte Gewalt, die am 27. Juni 2016 vor dem Amtsgericht Tiergarten in Berlin bei der Kundgebung »Unterstützung für Gina-Lisa Lohfink« gehalten wurde.

[Applaus. Die erste Person spricht.]

Hallo. Danke, dass so viele da sind. Wir finden das super. Wir sind beide Transpersonen, wir sind beide Betroffene von sexualisierter Gewalt und wir wollten nochmal ein paar Wörter dazu sagen zu der Situation von Transmenschen, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind.

Sorry, wir sind sehr unvorbereitet. Wir wollten nur, dass es auch hier nochmal gesagt wird, dass Transmenschen, vor allem transweibliche Personen, unverhältnismäßig von sexualisierter Gewalt betroffen sind, in Deutschland, in den USA und überall auf der Welt.

[Applaus.]

Wir wollten auch dazu sagen, dass viele Transmenschen Sexarbeiter_innen sind, die dadurch sexualisierte Gewalt erfahren, nicht dadurch, dass sie Sexarbeiter_innen sind, sondern weil sie trans sind und viele nach der sexualisierten Gewalt leider auch ermordet werden.

Viele Transpersonen sitzen auch in Knästen und werden dort mit sexualisierter Gewalt konfrontiert.

[Applaus. Die zweite Person spricht.]

Ja, deswegen finde ich es halt auch cool, dass auf diesen Stickern, die hier verteilt wurden, das Transsymbol drauf ist.

[Applaus.]

Ja, wie eben schon gesagt, finde ich es echt cool, dass auf dem Sticker das Transsymbol drauf ist, weil Transleute, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind, ganz spezifische Probleme erfahren, die sich einfach nochmal unterscheiden von Cisleuten, also von Menschen, die nicht trans sind. Das kann ich auch an meinem persönlichen Beispiel ein bisschen erläutern.

Es gibt immer so die Narrative, dass Transleute schon als Kind merken, dass sie trans sind und dann sofort das alles merken und das stimmt halt für viele Transleute einfach nicht, für ganz viele Leute, die ich kenne. Manche Leute merken erst, dass sie trans sind, wenn sie 17 sind oder 18 oder 30 oder 40. Ich habe es halt auch erst ein bisschen später gemerkt, mit 17, 18 und war halt als Kind von sexualisierter Gewalt betroffen, habe das ganz lange verdrängt und so ungefähr zeitgleich mit meiner Transition ist diese ganze Erinnerung wieder hochgekommen. Und das Problem, was ich dann halt habe, ist dann, dass eben, als ich betroffen war von sexualisierter Gewalt habe ich halt noch nicht gewusst, dass ich trans bin, habe ich noch nicht gewusst, dass ich eine Frau bin, war da quasi von allen als Junge gelesen und habe mich auch so verhalten und so gefühlt, weil ich es halt einfach nicht besser wusste. Und für Leute wie mich gibt es halt einfach quasi keine Unterstützungs…

[Die Rede wird unterbrochen, weil Männer von einem Dach Eier auf die Teilnehmer_innen werfen. Einige Teilnehmer_innen kucken nach oben und protestieren gegen die Eierwürfe.]

Das finde ich wirklich toll, dass gerade irgendwelche scheiß Macker mehr Aufmerksamkeit kriegen als ich. Ich spreche hier als Transfrau, als Betroffene und scheiß auf diese Typen! Also, ich habe mehr Eier als die in der Hose, ganz ehrlich.

[Applaus.]

Ja, das Problem, was dann Leute wie ich haben, ist, es gibt eigentlich quasi keine Untzerstützungsangebote für uns, weil, das Problem ist halt, als ich betroffen war, dachte ich noch, ich wäre ein Junge. Ich bin dann halt zum Beispiel auch zu Tauwetter gegangen, die ja auch hier ein Redebeitrag/Grußwort gemacht haben, weil das halt für Menschen ist, die als Jungen betroffen waren von sexualisierter Gewalt, egal wie sie sich heute definieren. Ich dachte, hm, das könnte ja vielleicht etwas für mich sein, das ist vielleicht gut. Ich bin dann da auch mehrmals hingegangen. Und das Problem ist halt, es gibt dann so Selbsthilfegruppen für solche Leute, aber da sind dann halt nur Cismänner, also nur Männer, die nicht trans sind und in so eine Gruppe kann ich einfach nicht gehen als Frau, das funktioniert nicht. Und ich kann aber auch nicht in andere Selbsthilfegruppen gehen, wo nur Cisfrauen sind, weil meine Erfahrungen einfach ganz anders sind. Und ja, das ist einfach eine große Lücke in der Unterstützungsarbeit. Und ich kann jetzt auch nicht weiterreden, weil ich sonst heule und deswegen: Vielen Dank, dass Ihr zugehört habt.

[Applaus.]

QXE-Tresen im Mai zum Tag der Befreiung

Queer Edge Tresen

vegan | rauchfrei | ohne Alkohol und andere Drogen |
offen für alle Geschlechter

Der Queer Edge Tresen soll ein safer space sein. Diskriminierungen
werden nicht geduldet. Zum Beispiel Transfeindlichkeit, Ableismus,
Rassismus (auch in Form von Cultural Appropriation), Klassismus, …

Am 9. Mai feiern wir am Treptower Park den Tag des Sieges über den Nationalsozialismus. Aus diesem Anlass zeigen wir den Film »Lang ist der Weg«. Dies ist der erste Spielfilm der Nachkriegszeit, der sich mit dem Schicksal von Shoah-Überlebenden beschäftigt. Er erzählt die Geschichte der jüdischen Familie Jelin, die von den Nazis aus Warszawa (Warschau) in Konzentrationslager verschleppt wird. Dem Sohn gelingt die Flucht zu den Partisan_innen. Nach der Befreiung sucht er nach seinen Eltern und hofft auf eine Zukunft in Palästina.

»Lang ist der Weg« (1948)
77 Minuten
deutsche, polnische und jiddische Lautsprache
mit englischen Untertiteln

Donnerstag, 5. Mai 2016
Beginn: 19 Uhr, Film: 19:30 Uhr

Projektraum H48
Hermannstraße 48 | 2. Hinterhof
12049 Berlin
U Boddinstraße

Hinweis: Ab jetzt findet der Tresen nur noch alle zwei Monate statt!

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Queer Edge Bar

vegan | smoke-free | without alcohol and other drugs |
open for all genders

The Queer Edge Tresen (Bar) is a safe space. Discrimination is not
tolerated, for instance transantagonism, ableism, racism (also in the
form of cultural appropriation), classism, …

On 9th of May we celebrate the destruction of Nazi Germany. In honour of this occasion we show the movie »Long is the road«. It is the first German post-war film which deals with the fate of Shoah survivors. It tells the story of the Jewish family Yellin who is deported from Warszawa (Warsaw) to concentration camps by the Nazis. The son manages to escape to the partisans. After the liberation he searches for his parents and hopes for a future in Palestine.

»Long is the road« (1948)
77 minutes
German, Polish and Yiddish spoken language
with english subtitles

Thursday, 5 May 2016
Start: 7 pm, movie: 7:30 pm

Projektraum H48
Hermannstraße 48 | 2nd backyard
12049 Berlin
U Boddinstraße

Please note: From now on the bar only takes place every two months!

tgf_a @ Facebook

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Likt uns und bleibt so immer auf dem Laufenden!

We now have a Facebook profile.
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facebook.com/Transgeniale-f_antifa-867396523371006/

Queer Edge Tresen im März, Neuer Ort!!

Queer Edge Tresen

vegan | rauchfrei | ohne Alkohol und andere Drogen |
offen für alle Geschlechter

Der Queer Edge Tresen soll ein safer space sein. Diskriminierungen
werden nicht geduldet. Zum Beispiel Transfeindlichkeit, Ableismus,
Rassismus (auch in Form von Cultural Appropriation), Klassismus, …

Der nächste QXE Tresen findet am Donnerstag den 3. März 2016 statt.

Der Tresen findet an einem neuen Ort statt: Projektraum H48

Dieses Mal möchten wir wieder mit Euch basteln. Da das Girlanden basteln so gut lief, gibt es wieder Material dafür! Außerdem könnt Ihr Aufnäher bemalen, Stempel basteln und eine Buttonmaschine haben wir auch angefragt.

Dazu gibt’s wie gewohnt Kuchen und Schnittchen & bezaubernde Atmosphäre und Infostand.

Donnerstag, 3. März 2016
(jeden 1. Donnerstag im Monat)
Beginn: 19 Uhr

Projektraum H48
Hermannstraße 48 | 2. Hinterhof
12049 Berlin
U Boddinstraße

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Queer Edge Tresen

vegan | smoke-free | without alcohol and other drugs | open for all genders | with snacks and cake

The Queer Edge Tresen (Bar) is a safe space. Discrimination is not
tolerated, for instance transantagonism, ableism, racism (also in the
form of cultural appropriation), classism, …

The QXE bar is moving! From now on we‘ll be at Projektraum H48 on March 3rd 2016

This time we‘ll continue with our successful crafting! You‘ll be able to make banners, paint patches, make stamps, and we‘re trying to organize a button mashine.

As usual there will be yummy cakes and fantastic atmosphere!

Thursday, March 3rd, 2016
(every 1st thursday of the month)
start: 7 pm

Projektraum H48
Hermannstraße 48 | 2nd backyard
12049 Berlin
U Boddinstraße

Kein Queer Edge Tresen im Februar

Der Queer Edge Tresen findet nicht im Februar statt.

Ab März sind wir dann wieder am Start, ab dann immer am 1. Donnerstag im Monat und an einem neuen Ort.
Weitere Infos dazu folgen…

There will be no Queer Edge Bar in February.

Starting on the first thursday in March we will be at a new location. More information will follow…

Queer Edge Tresen im Januar

Queer Edge Tresen

vegan | rauchfrei | ohne Alkohol und andere Drogen |
offen für alle Geschlechter

Der Queer Edge Tresen soll ein safer space sein. Diskriminierungen
werden nicht geduldet. Zum Beispiel Transfeindlichkeit, Ableismus,
Rassismus (auch in Form von Cultural Appropriation), Klassismus, …

Im Januar zeigen wir den Film Pariah (2011). Der Film handelt von Alike, einer jungen Schwarzen Frau die sich mit ihrer lesbischen Identität und ihrer Kreativität auseinandersetzt.

(Der Trailer ist auf Englisch)

Der Film beginnt pünktlich um 19.30 Uhr.

Es gibt wieder leckeren Kuchen und Schnittchen.
Dazu wie gewohnt bezaubernde Atmosphäre und Infostand.

Donnerstag, 21. Januar 2016
(jeden 3. Donnerstag im Monat)
Beginn: 19 Uhr

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Jonasstraße 40 | 12053 Berlin

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Queer Edge Tresen

vegan | smoke-free | without alcohol and other drugs | open for all genders | with snacks and cake

The Queer Edge Tresen (Bar) is a safe space. Discrimination is not
tolerated, for instance transantagonism, ableism, racism (also in the
form of cultural appropriation), classism, …

In January we will show the movie Pariah (2011). It tells the story of Alike, a young black woman embracing her identity as a lesbian and her creativity.

The film begins at 19:30. There will be refreshments and cakes as well as an cozy atmosphere.

Thursday, January 21, 2016
(every 3rd thursday of the month)
start: 7 pm

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Jonasstraße 40 | 12053 Berlin
U Leinestraße/ S Hermannstraße

Queer Edge Tresen im Dezember!

Queer Edge Tresen

vegan | rauchfrei | ohne Alkohol und andere Drogen |
offen für alle Geschlechter

Der Queer Edge Tresen soll ein safer space sein. Diskriminierungen
werden nicht geduldet. Zum Beispiel Transfeindlichkeit, Ableismus,
Rassismus (auch in Form von Cultural Appropriation), Klassismus, …

Dieses Mal möchten wir mit Euch in gemütlicher Runde feministische_
queere_antifaschistische_glitzrige Girlanden basteln.
Wir bringen Glitzerpapier, Pappe, Kleber, Scheren, und was mensch
alles so braucht. Ihr könnt aber auch gerne eigene Materialen mitbringen.

Dazu gibt’s Katzenvideos, Punch, Kuchen und Schnittchen, sowie wie
gewohnt bezaubernde Atmosphäre und Infostand.

Donnerstag, 17.Dezember 2015
(jeden 3. Donnerstag im Monat)
Beginn: 19 Uhr

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Jonasstraße 40 | 12053 Berlin
U Leinestraße/ S Hermannstraße

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Queer Edge Tresen

vegan | smoke-free | without alcohol and other drugs | open for all genders | with snacks and cake

The Queer Edge Tresen (Bar) is a safe space. Discrimination is not
tolerated, for instance transantagonism, ableism, racism (also in the
form of cultural appropriation), classism, …

This time we want to be crafty together! We‘ll be making feminist_
queer_antifascist_glittery banners. We‘re bringing sparkly paper, glue,
scissors etc. You can bring utensils and material if you wish.

We‘ll be screening cat videos and there will be hot punch, cakes,
and fantastic atmosphere!

Thursday, December 17, 2105
(every 3rd thursday of the month)
start: 7 pm

faq Infoladen
Jonasstraße 40 | 12053 Berlin
U Leinestraße/ S Hermannstraße

Neues Selbstverständnis

WER WIR SIND

Die transgeniale f_antifa besteht aus mehreren unterschiedlich positionierten Menschen aus Berlin. Wir organisieren uns seperatistisch ohne Cismänner. Alle von uns sind weiss, queer und von (Cis-) Sexismus betroffen. Viele von uns sind trans und einige von Ableismus betroffen. Wir kommen aus nichtakademischen Mittelschichts- und Arbeiter_innenfamilien und erfahren auf verschiedene Arten Klassismus. Manche von uns haben einen akademischen Bildungshintergrund.

Besonders wichtig ist uns ein intersektionaler Ansatz, bei dem die Zusammenwirkung von verschiedenen Diskriminierungsformen beachtet wird, besonders in Bezug auf unsere Kritik an Feminismus und Antifa. Wir sind unzufrieden mit der fehlenden Auseinandersetzung in vermeintlich radikalen Zusammenhängen zu Themen wie Cissexismus, Ableismus, Antisemitismus und Rassismus, unter anderem die anhaltende Cultural Appropriation unter weissen Leuten in der linken Szene. Dabei ist uns bezüglich Rassismus unsere privilegierte Position bewusst, weswegen wir selbstkritisch gegen Rassismus in den eigenen Zusammenhängen arbeiten wollen.

WAS WIR MACHEN

Bisher haben wir vor allem Texte und Broschüren veröffentlicht, sowie Workshops und Vorträge gehalten und uns in feministischen und antifaschistischen Bündnissen organisiert.

Unsere Broschüre »Mädchen, Junge, Pony … oder alles was du willst« war unsere erste Veröffentlichung und findet immer noch nach über zwei Jahren großen Anklang.

Unser am häufigsten angefragter Vortrag »Vom Ghetto in die Wälder« über jüdischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus fand vor allem im Frühjahr 2015 zum 70. Jahrestag der Befreiung großen Anklang und wurde bisher von mehreren hundert Menschen besucht.

Mit unserem Vortrag »Zurückschlagen, kaputtmachen, wegglitzern« haben wir dazu beigetragen, die Auseinandersetzung über Feminismus in antifaschistischen Zusammenhängen neu anzukurbeln. Gleichzeitig versuchen wir, feministische Kontexte inklusiver zu gestalten, zum Beispiel durch Interventionen zu Cissexismus, vor allem durch unseren Workshop zu Transmisogynie in feministischen Räumen.

Zudem beteiligen wir uns aktiv an Bündnissen zu Erinnerungsarbeit in Bezug auf den Nationalsozialismus, sowie zum klassischen feministischen Kampf für körperliche Selbstbestimmung.

WAS WIR WOLLEN

Wir wollen Räume schaffen, die für möglichst viele Menschen zugänglich sind. In Berlin ist die queerfeministische Szene vor allem durch Party, Sex und Drogen geprägt. Als Gegenstück dazu veranstalten wir den rauchfreien Queer Edge Tresen ohne Alkohol und andere Drogen mit wechselndem Programm.

Auch in Zukunft wollen wir durch unsere Arbeit dazu beitragen, dass feministische und antifaschistische Zusammenhänge inklusiver werden und verschiedenste Diskriminierungsformen zusammengedacht und bekämpft werden. Dabei spielen Vernetzung, Austausch und Selbstkritik für uns eine wichtige Rolle.

Queer Edge Tresen geht weiter!

Es ist wieder soweit! Unser Tresen geht weiter.

vegan | rauchfrei | ohne Alkohol und andere Drogen
offen für alle Geschlechter

Der Queer Edge Tresen soll ein safer space sein. Diskriminierungen werden nicht geduldet. Zum Beispiel Transfeindlichkeit, Ableismus, Rassismus (auch in Form von Cultural Appropriation), Klassismus, …

Dieses Mal mit dem Film „PRIDE“ (2014) in englischer Lautsprache mit deutschen Untertiteln.

Der Film handelt von der Solidarität zwischen lesbischen und schwulen Aktivist_innen und Minenarbeiter_innen währdend des Streiks 1984/1985.
Der Film beginnt pünktlich um 19.30 Uhr.

Es gibt wieder leckeren Kuchen und Schnittchen.
Dazu wie gewohnt bezaubernde Atmosphäre und Infostand.

Donnerstag, 19. November 2015
(jeden 3. Donnerstag im Monat)
Beginn: 19 Uhr

faq Infoladen
Jonasstraße 40 | 12053 Berlin

JETZT NEU! Ohne Sternchen!

Wir haben uns entschlossen keine Sternchen mehr hinter dem Wort »trans« zu verwenden. Auch die Sternchen hinter »Männer« und »Frauen« haben wir gestrichen. Früher dachten wir, dass Sternchen unsere Sprache reflektierter und inklusiver machen. Inzwischen haben wir mehrere Schwächen des Sternchens bemerkt, weswegen wir es nicht mehr verwenden möchten.

Nicht-binäre Transpersonen sollten durch das Sternchen hinter »trans« miteinbezogen werden. Da der Begriff »trans« auch ohne Sternchen alle Personen umfasst, denen bei der Geburt ein falsches Geschlecht zugewiesen wurde, ist der Begriff auch ohne Sternchen für nicht-binäre Transpersonen zutreffend. Die Verwendung des Sternchens impliziert dadurch nur, dass manche Transmenschen nicht als ›richtig‹ trans oder nicht als trans ›genug‹ verstanden werden.

Mit dem Sternchen hinter Geschlechterkategorien wollten wir diese als soziale Konstrukte markieren. Das macht in unseren Augen wenig Sinn, da andere soziale Konstrukte, wie beispielsweise »Staat«, etc., nie mit einem Sternchen versehen werden.

Das Sternchen hinter dem Wort »Frauen« sollte zeigen, dass Transfrauen miteinbezogen werden. Dadurch wird allerdings impliziert, dass sie eigentlich keine ›richtigen‹ Frauen sind, was die Verwendung des Sternchens in diesem Kontext als transmisogyn entlarvt.
Ein weiteres Beispiel für die nur scheinbare Inklusivität war auch der Aufruf zum Frauen*kampftag. Dort sollten weiblich gelesene Personen unter der Kategorie »Frauen*« zusammengefasst werden. Hierbei wurde ignoriert, dass viele der unfreiwillig unter diesem Begriff einsortierten Personen (z.B. Transmänner, intergeschlechtliche Personen) keine Frauen sind und es cissexistische Gewalt ist, sie so zu bezeichnen.
Somit bewirkt das Sternchen nicht wie erhofft eine inklusivere Sprache, sondern gaukelt Inklusion vor, wo keine ist und zwingt Menschen gewaltvoll in Kategorien, in die sie nicht gehören.

Aus diesen Gründen schreiben wir unseren Gruppennamen jetzt:
transgeniale f_antifa



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